Gottesfurcht macht weise

von Christian
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Alle Weisheit fängt damit an, dass man Ehrfurcht vor dem HERRN hat. Ja, klug ist, wer sein Leben nach Gottes Geboten ausrichtet. (Psalm 111,10)

Als Gottesfurcht bezeichnet man diesen gesunden Respekt vor Gott und seiner Definition von Gut und Böse. Und wahre Weisheit bedeutet, diese Grenzen zu lernen und sie nicht zu überschreiten.

Adam und Eva haben diese Grenze überschritten. Als sie von der Schlange zum Ungehorsam gegenüber Gott verführt wurden, versprach diese ihnen: Ihr werdet sein wie Gott und selbst wissen, was Gut und Böse ist (1.Mose 3,5). In gewisser Weise bewahrheitete sich dies sogar, wenn auch anderes, als von ihnen erwartet, denn nachdem sie sich über Gottes Willen hinweggesetzt hatten, mussten sie voller Scham erkennen, dass es böse gewesen war, was sie getan hatten.

Hatten Adam und Eva nun tatsächlich die Fähigkeit erlangt, Gut und Böse objektiv voneinander zu unterscheiden? Die Antwort lautet nein. Sie hatten lediglich angefangen, selbst zu definieren, was Gut und Böse ist. Und ihnen erschien es gut, vom Baum der Erkenntnis zu essen:

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. (1. Mo 3,6)

Dies zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Und so kann es auch nicht verwundern, dass der Autor des Buches Prediger am Schluss seiner Ausführungen zum folgenden Ergebnis kommt:

Zu guter Letzt lasst uns hören, welche Schlussfolgerung sich aus all dem ergibt: Begegne Gott mit Ehrfurcht und halte seine Gebote! Das ist alles, worauf es für den Menschen ankommt. (Prediger 12,13)